Handfilteraufguss! Filterkaffees und Espressi gibt's zum Trinken und als Bohnen zu kaufen in unserer Rösterei am direkt am Kölner Stadtrand in Frechen.

Zubereitung: Handfilter

Einfach, filigran & lecker.

Zubereitung mit dem Handfilter

Filterkaffee aus dem Handfilter ein sehr einfaches, leckeres und abwechslungsreiches Getränk - sofern man einige wichtige Dinge bei der Zubereitung beachtet. Filterröstungen transportieren durch ihre kürzere Röstdauer und geringeren Röstgrad sehr viele ursprungsspezifische Geschmacksmerkmale und Aromen, wodurch die Unterschiede der Arten, Regionen und Länder sehr deutlich erkennbar werden. Wer sich noch nie mit der richtigen "Technik" auseinander gesetzt hat, wird überrascht sein, wie viel besser der Kaffee schmeckt, wenn man einige Tricks beachtet.

Wir zeigen dir in fünf einfachen Schritten, wie du deine Mühle und dein Equipment einsetzen kannst, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Equipment

Was du benötigst

Handfilter - Filterpapier - Filterkaffeemühle - Feinwaage - Timer - Löffel - Gefiltertes Wasser - Wasserkocher - Filterkaffeebohnen

Gut zu wissen.
Allgemeines

Wer bei der Verwendung jeglicher Brühmethoden besonders viel Geschmack in der Tasse haben möchte, wird erstaunt sein, was für einen Unterschied die Verwendung von guten Mühlen, Feinwaagen und Timern bewirkt. Wir empfehlen Kaffee nach Möglichkeit immer frisch zu mahlen, da dies ein wesentlich intensiveres Ergebnis bewirkt und man darüber hinaus die Möglichkeit hat, mit dem Mahlgrad die Intensität steuern zu können.

Wir empfehlen 6g Kaffee pro 100g Wasser zu dosieren (Verhältnis 1 zu 16,6), woraus unser gängigstes Rezept mit 18g auf 300g Wasser resultiert.

Los geht's!

Schritt 1
FILTER AUSSPÜLEN & KAFFEE WIEGEN.

Filterpapier in den Filter legen und mit heißem Wasser ausspülen. Dies beseitigt den unangenehmen Papiergeschmack und wärmt das Equipment vor.

18g Kaffee abwiegen.

schritt 2
WASSER KOCHEN & KAFFEE MAHLEN.

Wasser zum Kochen (auf 100° C) bringen.

Kaffee mahlen (mittlerer Mahlgrad), 18g in den Filter geben und im Anschluss die Waage nullen.

SChritt 3
BLOOMING UND AUFGUSS.

Insbesondere sehr frischer Kaffee enthält noch recht viel CO2, weshalb man zu Beginn des Brühvorgangs den Kaffee quellen („blooming“) lässt. Zu Beginn den Timer starten und direkt 50 g Wasser vorsichtig und langsam aufgießen und mit einem Löffel unterheben. So stellt man sicher, dass das Kaffeemehl komplett durchnässt „bloomen“ (quellen) kann, was zu einer wesentlich höheren Extraktion und dadurch intensiverem Geschmack führt.

Ab Sekunde 30 langsam und kreisend aufgießen bis insgesamt 180 g (bzw. 60% der Gesamtmenge) erreicht sind.

Schritt 4
SWIRLEN, NACHGIESSEN, SWIRLEN.

Der Filter sollte mit einer kurzen, kreisenden Bewegung geschwungen („swirlen“) werden. Dadurch setzen sich weniger Partikel am Filterrand ab und die Oberfläche des Kaffeebetts wird geebnet. Beides führt zu einer gleichmäßigeren Extraktion.

Anschließend langsam auf 300g aufgießen und erneut „swirlen“.

schritt 5
ABKÜHLEN LASSEN, PROBIEREN, ANALYSIEREN.

Ist der Kaffee vollständig durchgelaufen, kann man ihn gut und gerne einige Minuten abkühlen lassen. Die Geschmacksknospen im Mund werden durch zu viel Hitze betäubt, weshalb man das tatsächliche Ergebnis direkt nach dem Brühen noch nicht richtig wahrnehmen kann.
Schmeckt das Ergebnis „laff“ und unterextrahiert? Feiner mahlen! Durch die vergrößerte Oberfläche der Partikel wird die Durchlaufzeit verlängert und die Extraktion erhöht. Schmeckt er überextrahiert und bitter? Gröber mahlen! Dadurch werden weniger Stoffe gelöst und die Durchlaufzeit verringert sich.

Abschließendes:

Idealerweise erreicht man viel Intensität, viel Süße und wenig unangenehme Bitterstoffe.
Ein Trick für maximale Intensität: Brühe einige Kaffees in Folge mit jeweils immer feinerem Mahlgrad. Sobald das Ergebnis bittere Noten aufweist, stellt man die Mühle wieder 1-1,5 Stufen gröber und hat den „perfekten“ Mahlgrad.
Grundsätzlich gilt: Je besser die Mühle, desto homogener das Mahlgut. Je homogener das Mahlgut, desto besser der Geschmack. Minderwertige Mühlen produzieren überdurchschnittlich viele Feinpartikel („Fines“), welche den Geschmack deutlich zum Negativen beeinflussen.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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