Frenchpress

Filterkaffee mit der Stempelkanne.

Die Frenchpress ist eine altbewährte Methode der Filterkaffeezubereitung, die sehr einfach zu bedienen und zu reinigen ist.

Als Full Immersion Brühmethode ist hier das Kaffeemehl durchgehend mit dem Wasser in Kontakt, was sie z.B. von Handfiltern unterscheidet. Die Frenchpress brüht Kaffees mit kräftigem, vollen Körper, da hier – im Gegensatz zu Brühmethoden mit Filterpapier – Kaffeeöle nicht herausgefiltert werden.

Wir zeigen dir in fünf einfachen Schritten, wie du deine Mühle und dein Equipment einsetzen kannst, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Du benötigst:

  • Frenchpress

  • Filterkaffeemühle

  • Wasserkocher

  • Feinwaage

  • Timer

  • Löffel

  • Gefiltertes Wasser

  • Filterkaffee Bohnen

Gut zu wissen.

Wer bei der Verwendung jeglichen Brühmethoden besonders viel Geschmack in der Tasse haben möchte, wird erstaunt sein, was für einen Unterschied die Verwendung von guten Mühlen, Feinwaagen und Timern bewirkt.

Wir empfehlen Kaffee nach Möglichkeit immer frisch zu mahlen, da dies ein wesentlich intensiveres Ergebnis bewirkt. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, den Mahlgrad ändern zu können besonders wichtig.

Wie immer haben wir auch beim klassischen Handfilter ein Standard Rezept: Wir nehmen 18g Filterkaffee für 300g gefiltertes Wasser. Man kann selbstverständlich auch weniger oder mehr Brühen, ein Richtwert ist immer, sechs Gramm Kaffee pro 100g Wasser zu verwenden.

Wichtig: Menge des Kaffeemehls und des Wassers sollten immer gleich bleiben, lediglich über den Mahlgrad werden Änderungen vorgenommen.

  • ein feinerer Mahlgrad bewirkt eine höhere Extraktion und eine langsamere Durchlaufzeit
  • ein gröberer Mahlgrad führt zu geringerer Extraktion und einer schnelleren Durchlaufzeit

Los geht’s!

1 – WASSER KOCHEN, KAFFEE MAHLEN.

  • Wasser kochen
  • 30g Kaffee grob mahlen und in die Frenchpress geben

2 – GIESSEN UND WARTEN.

  • 500g Wasser aufgießen
  • Vier Minuten warten

3 – UMRÜHREN UND ABSCHÖPFEN.

  • Kruste umrühren, sodass der Großteil der Partikel absinkt.
  • Verbleibende Kruste und Schaum abschöpfen

4 – WARTEN UND ABGIESSEN.

  • Sieben Minuten warten
  • Sieb auf der Oberfläche ansetzen und nicht (!) nach unten drücken
  • Kaffee langsam abgießen

5 – ABKÜHLEN LASSEN, PROBIEREN, ANALYSIEREN.

Lass den Kaffee ruhig ein bis zwei Minuten stehen, wodurch er leicht abkühlen kann. Die Geschmacksknospen im Mund werden durch zu viel Hitze betäubt, weshalb man direkt nach dem Brühen das tatsächliche Ergebnis noch nicht richtig wahrnehmen kann.

Schmeckt das Ergebnis „laff“ und unterextrahiert? Falls ja, sollte beim nächsten Brühen feiner gemahlen werden. Durch die vergrößerte Oberfläche der Partikel wird mehr extrahiert, der Kaffee schmeckt intensiver und die Durchlaufzeit verlängert sich.

Schmeckt es überextrahiert und bitter? Gröber mahlen! Es wird weniger extrahiert und der Durchlaufzeit verringert sich.

Idealerweise erreicht man viel Intensität, viel Süße und wenig unangenehme Bitterstoffe.

Ein Trick für maximale Intensität: Brühe einige Kaffees in Folge mit jeweils immer feinerem Mahlgrad. Sobald das Ergebnis bittere Noten aufweist, stellt man die Mühle wieder 1-1,5 Stufen gröber und hat den „perfekten“ Mahlgrad.

Grundsätzlich gilt: Je besser die Mühle, desto homogener das Mahlgut. Je homogener das Mahlgut, desto besser der Geschmack. Minderwertige Mühlen produzieren überdurchschnittlich viele Feinpartikel („Fines“), welche den Geschmack deutlich zum Negativen beeinflussen.

Viel Spaß beim Experimentieren!