Espressokocher

Das Vermächtnis von Alfonso Bialetti.

Ob es dem Erfinder Alfonso Bialetti bewusst war, wie sehr sein „Moka Express“ den Kaffeekonsum der nachfolgenden Generationen beeinflussen würde? Schwer zu glauben. Bis heute hat die Firma Bialetti über 200 Millionen Stück hergestellt und gehört für viele zum festen Küchen- und/oder Urlaubsinventar. Seit 1933 ist er auf dem Markt, der Espressokocher und punktet durch schlichtes Design, einfaches Handling und sehr leckere Resultate.

Möchte man bei der Zubereitung das Maximum herausholen, gilt es einige Fehler zu vermeiden. Wir führen dich in fünf einfachen Schritten zum perfekten Espresso aus dem Herdkocher!

Du benötigst:

  • Herdkocher

  • Kaffeemühle

  • Gefiltertes Wasser

  • Wasserkocher

  • Espressobohnen

Gut zu wissen.

Wir empfehlen Kaffee nach Möglichkeit immer frisch zu mahlen, da dies ein wesentlich intensiveres Ergebnis bewirkt. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, den Mahlgrad anpassen zu können besonders wichtig, da dadurch die die Intensität des Geschmacks gesteuert wird und Bitterstoffe vermieden werden können.

Wie immer gilt:

  • ein feinerer Mahlgrad bewirkt eine höhere Extraktion und mehr Intensität
  • ein gröberer Mahlgrad führt zu geringerer Extraktion und weniger Intensität

Los geht’s!

1 – WASSER VORHEIZEN.

Es mag pingelig klingen aber dieser Schritt ist besonders wichtig. Stellt man den Espressokocher mit kaltem Wasser auf die Herdplatte, erhitzt sich das Metall durch die längere Kontaktzeit besonders stark. Die Folge: Mehr Bitterstoffe und ein metallischer Beigeschmack.

2 – KAFFEE MAHLEN UND BEFÜLLEN.

  • Frisch mahlen schmeckt besser! Gute Ergebnisse bekommt man, wenn man den Mahlgrad zwischen sehr feiner Siebträgermahlung und mittlere Filtermahlung wählt.
  • Anschließend das Sieb ganz befüllen. Wichtig: Nicht andrücken!

3 – KOCHEN.

  • Fülle nun das kochende Wasser bis unterhalb des Ventils, setze das Sieb drauf und schraube die Kanne zu.
  • Ab auf den Herd! Wähle eine mittlere bis starke Hitze, aber Vorsicht: Zu viel Hitze führt zu Bitterstoffen.

4 – VOM HERD NEHMEN.

  • Der zunehmende Druck im unteren Teils des Espressokochers führt dazu, dass das Wasser durch das Kaffeemehl nach oben gedrückt wird.
  • Sobald der Kaffee kontinuierlich fließt, sollte man die Kanne vom Herd nehmen. Die verbleibende Hitze drückt das gesamte Wasser nach oben und ein Verbrannter Geschmack wird vermieden.

5 – PROBIEREN & ANALYSIEREN.

Lass den Kaffee ruhig ein bis zwei Minuten stehen, wodurch er leicht abkühlen kann. Die Geschmacksknospen im Mund werden durch zu viel Hitze betäubt, weshalb man direkt nach dem Brühen das tatsächliche Ergebnis noch nicht richtig wahrnehmen kann.

Schmeckt das Ergebnis „laff“ und unterextrahiert? Falls ja, sollte beim nächsten Brühen feiner gemahlen werden. Durch die vergrößerte Oberfläche der Partikel wird mehr extrahiert, der Kaffee schmeckt intensiver und kräftiger. Schmeckt es überextrahiert und bitter? Gröber mahlen! Es wird weniger extrahiert und der Durchlaufzeit verringert sich.

Generell gilt: für kräftige, schokoladige Kaffees sollte man mittlere bis dunkle Röstungen mit Robustaanteil (z.B. Blomqvist, Lindberg) wählen. Mit reinen Arabica Kaffees mit mittlerem oder hellerem Röstgrad (z.B. Reenberg, Nyström) erhält man fruchtigere, süßere und mildere Ergebnisse.

Equipment Tipps: die Hario Mini Mill ist die perfekte Einsteigermühle!

Viel Spaß beim Experimentieren!